Diesmal schaue ich auf ein ganzes Quartal zurück, und die drei Monate waren sehr unterschiedlich. Im Juli habe ich meinen Podcast wieder nach vorn geholt, im August war Urlaub, und mein Lernen lief eher nebenbei in der Arbeit mit. Im September habe ich wieder mehr Struktur in mein Lernen gebracht und eine Entscheidung getroffen, die mich noch eine ganze Weile beschäftigen wird.
Meine Lernthemen
WOOP: noch einmal tiefer eingestiegen
WOOP kannte ich schon und habe es auch selbst genutzt. Für meine geplante Videoserie wollte ich aber tiefer einsteigen, um die Methode noch besser erklären zu können. Dazu habe ich Studien von Gabriele Oettingen gelesen und mehrere Interviews mit ihr gehört. Gut gefallen hat mir zum Beispiel die Folge, in der sie im Podcast Leading Well zu Gast war.
Mitgenommen habe ich vor allem zwei Dinge. WOOP passt zu viel mehr Situationen, als ich auf dem Schirm hatte, vom Sport über die Arbeit bis zur Reha, und du kannst es so grob oder so kleinteilig anwenden, wie du möchtest. Außerdem ist mir klarer geworden, wie wichtig der Kontrast zwischen Wunsch und Hindernis ist: Beides darfst du dir richtig vor Augen führen. Mehr dazu zeige ich in meiner Videoserie für alle, die meinen Newsletter abonniert haben.
Lernsprints und Personal Curricula
Den Fokus halte ich jetzt über die Lernsprints in meiner Community, in deren Rhythmus ich mitlerne. Statt mich auf ein Thema zu beschränken, begrenze ich, was in einen Sprint hineinkommt. Für die Themen, die ich mir selbst vornehme, habe ich mir Personal Curricula aufgesetzt: zu WOOP, das ich inzwischen abgeschlossen habe, sowie zum Schreiben und zur Konzentration. Das gibt mir mehr Struktur und auch mehr Verbindlichkeit, mir wirklich Notizen zu machen. Ab dem Herbst bekommt das Lernen bei mir außerdem wieder mehr Raum, weil ich mir an der FernUni wieder ein Fach vorgenommen habe.
Zurück an die FernUni
Im September habe ich an der FernUni Hagen wieder ein Fach belegt: das Modul „Bildung, Arbeit und Beruf“ aus der Bildungswissenschaft. Als Akademiestudierende bin ich dort ohnehin eingeschrieben, die Einschreibefrist für den Studiengang hatte ich verpasst. Mein Ziel ist erst einmal das Zertifikat „Bildung und KI“, ob daraus irgendwann ein Bachelor oder mehr wird, lasse ich offen.
Die Frage, was nach meinem Master als Nächstes kommt, hatte ich schon im Kopf, seit ich meine Masterarbeit abgegeben habe. Die Inhalte interessieren mich, und einen Studienabschluss im Bildungsbereich hätte ich gern. Gelernt habe ich die ganze Zeit, aber meistens Themen rund um meine Arbeit, die ich mir selbst und oft spontan gesucht habe. Jetzt lerne ich wieder nach einem vorgegebenen Skript und Plan.
Dass es die FernUni geworden ist, hat ganz praktische Gründe. Sie ist günstig und flexibel, und ich weiß noch nicht genau, wie viel Zeit ich investieren kann. An der FernUni kann ich ohne großen Schmerz schieben, wenn es mal nicht passt.
Endlich abgehakt: die KI-Prüfung
Im letzten Lernrückblick stand sie noch auf meiner Liste, und das nicht zum ersten Mal: die Prüfung zur „Managerin für angewandte KI-Transformation (IHK)“. Anfang Juli habe ich sie endlich gemacht. Lange hatte ich sie vor mir hergeschoben, weil ich immer dachte, ich müsste vorher noch dieses und jenes anschauen. Am Ende habe ich nichts davon noch einmal angeschaut und mich einfach hingesetzt. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, wie Perfektionismus das Aufschieben füttert: Das Gefühl, noch nicht gut genug vorbereitet zu sein, hat mich länger aufgehalten als die Prüfung selbst.
Was habe ich sonst noch gelernt?
- Ich habe mir einen Überblick über das Thema ADHS verschafft und recherchiert, was davon für mich relevant ist.
- Zum Thema Konzentration habe ich mir einen ersten Überblick verschafft und daraus mein Personal Curriculum aufgesetzt.
- Für mein Ziel, besser zu schreiben, habe ich nach passenden Büchern gesucht.
- Für das Buchprojekt „Persönliches Wissensmanagement“ der Corporate Learning Community habe ich einen Erfahrungsbericht geschrieben. Dabei habe ich wieder gezielt auf ein Thema hin geschrieben, und weil ich anders als bei einem Blogartikel hinterher nichts mehr ändern kann, habe ich einige Schleifen gedreht und lange gefeilt.
Was sonst los war
- Im August hatte die Kita zu, und mein Sohn hatte zum ersten Mal sechs Wochen Sommerferien. Das hieß viel Jonglieren zwischen Arbeit und Familie, dazwischen gab es viele Ausflüge in Freizeitparks und auf Spielplätze. Seit Ende September kehrt langsam wieder Alltag ein.
- Zehn Tage Urlaub haben wir in Soltau verbracht und waren zweimal im Heide Park. Den kennen wir schon vom letzten Jahr und mögen ihn total gern. Für uns alle war das ein Highlight, für die Kinder ganz besonders das Meet and Greet mit Peppa Wutz und mit Ohnezahn.
- Außerdem habe ich meinen Podcast „Zwischen Job und Prüfung“ gestartet. Wenn du neben dem Job lernst oder studierst und deine Erfahrungen teilen möchtest, melde dich gern. Ich freue mich über Podcast-Gäste.
Im Oktober freue ich mich auf …
- meinen Start an der FernUni mit dem Modul „Bildung, Arbeit und Beruf“, erst einmal mit einem Überblick
- gleich mehrere Bücher rund ums Gedächtnis: das Buch von Boris Nikolai Konrad, das ich mir wieder aus der Bücherei geholt habe und diesmal zu Ende lese, dazu ein weiteres Gedächtnisbuch und eins zum Gedächtnistraining für Kinder
- einen Überblick über das Buch „Texten können“ von Daniela Rorig, weil ich besser schreiben möchte