Ich langweile mich schnell, außer ich habe gerade etwas Neues zu lernen. Damit ist mein erster Wert eigentlich schon verraten. Als ich mir überlegt habe, welche meine 3 wichtigsten Werte sind, bin ich bei Neugierde, Selbstbestimmung und Agilität gelandet. In diesem Artikel erzähle ich dir, was diese drei Werte für mich bedeuten, wo sie mir im Alltag über den Weg laufen und was sie mit meiner Arbeit als Lerncoachin zu tun haben.
Mein Wert Nr. 1: Neugierde
Regelmäßig etwas Neues zu lernen, brauche ich wie die sprichwörtliche Luft zum Atmen. Wenn mich ein Thema packt, grabe ich weiter, und je tiefer ich komme, desto mehr Neues taucht auf. Dabei vergesse ich gern mal die Zeit. Am meisten Spaß macht es mir, Verbindungen zu entdecken, auch zwischen Themen, die auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben.
Oft beschäftige ich mich mit neuen Tools. Und meine Neugierde macht auch vor Dingen nicht halt, die mir früher überhaupt nicht lagen: Zeichnen habe ich lange gehasst, bis ich es in der Elternzeit auf dem Tablet für mich entdeckt und eigene Karten und T-Shirt-Motive gestaltet habe. Zum Lesen komme ich kaum noch, dafür laufen bei Autofahrten und im Haushalt fast immer Hörbücher oder Podcasts.
Diese Neugierde hat mich am Ende auch zu meiner Arbeit gebracht, denn ich finde es faszinierend, wie Lernen funktioniert und wie unterschiedlich wir alle lernen. In meinen Coachings möchte ich, dass du etwas davon mitnimmst: Je mehr du schon weißt, desto leichter kann Neues andocken, und jedes Thema, das du dir erarbeitest, macht das nächste ein bisschen leichter.
Mein Wert Nr. 2: Selbstbestimmung
Zu viele Vorgaben kann ich grundsätzlich wenig leiden. Für meinen Master habe ich mich auch deshalb bewusst für ein Fernstudium entschieden: Ich wollte mich nicht in ein festes Korsett pressen lassen. Auch heute nehme ich meine Weiterbildung selbst in die Hand und entscheide, was ich lerne und wann. Meine Ziele setze ich mir am liebsten selbst. Wenn ich hinter einer Aufgabe oder einem Ziel stehe, kann ich viel Energie reinstecken. Wenn nicht, wird es für mich sehr anstrengend.
Genau diese Freiheit wünsche ich mir auch für die Menschen, die ich begleite. Du kennst deinen Alltag am besten, deshalb funktioniert ein Plan, den du selbst entwickelst, besser als einer, den ich dir vorgebe. In meinen Coachings stelle ich Fragen und begleite dich, die Entscheidungen triffst du. Mein Ziel ist, dass du irgendwann ohne mich weiterkommst.
Mein Wert Nr. 3: Agilität
Ich sehe eher Lösungen als Probleme, und wenn mich etwas umtreibt, hilft es mir mehr, aktiv zu werden, als lange zu grübeln. Das kenne ich schon aus meinen Jahren in der IT-Beratung, beim Lernen merke ich es aber besonders deutlich: Was für mich funktioniert, hat sich immer wieder verändert, je nach Lebensphase und je nach Thema. Was in einer Phase gut geklappt hat, passte in der nächsten plötzlich nicht mehr, also justiere ich immer wieder nach.
Im Weg stand mir dabei lange mein Perfektionismus. Im Studium wollte ich perfekte Zusammenfassungen schreiben, und bei meiner Masterarbeit habe ich ewig nach der perfekten Struktur gesucht. Perfektionismus hält mich fest, weil ich warte, bis alles stimmt, und in der Zeit nichts vorangeht. Heute lerne ich nach dem Prinzip „Gut genug für den Moment“: Ich halte Lücken erst mal aus, gehe weiter und bessere später nach. In meinen Coachings ist mir darum wichtig, dass du auch dann dranbleiben kannst, wenn sich in deinem Leben etwas verschiebt. Du musst nicht auf den perfekten Moment warten, um weiterzumachen.
Impulse und Methoden fürs Lernen neben dem Job – aus meiner Arbeit als Lerncoach, regelmäßig in dein Postfach.