Das Konzept des persönlichen Wissensmanagements umfasst verschiedene Themenbereiche – von der Suche bis zur Kommunikation. Um diese Themenbereiche erfolgreich umzusetzen, brauchen wir Methoden, die unsere Prinzipien auf ein konkretes Vorgehen herunterbrechen. Dabei ist es entscheidend, die Methoden auszuwählen, die dir wirklich nützen und dich nicht unnötig einschränken. In diesem Artikel stelle ich dir drei einfache Ansätze vor, die dich beim persönlichen Wissensmanagement unterstützen werden.
Die Minto-Pyramide
Die Minto-Pyramide ist eine Methode, um Informationen klar zu strukturieren. Außerdem kann sie auch bei der Planung einer Suche eingesetzt werden, um komplexe Informationen logisch und klar zu strukturieren. Sie hilft dir dabei, deine Gedanken zu ordnen und Präsentationen, Berichte oder Texte so zu gestalten, dass deine Hauptaussage schnell deutlich wird.
Dazu strukturierst du dein Thema anhand der drei Stufen. Formuliere eine Hauptaussage, sowie Unteraussagen zur Hauptaussage. Anschließend werden die einzelnen Punkte bzw. Fakten zu den Unteraussagen angeführt. Zuletzt prüfe deine Pyramide: Ist sie vollständig und konsistent?
Übrigens: du kannst die Pyramide auch von unten aufbauen.
So kann eine Minto-Pyramide aussehen:

Mögliche Umsetzung in Obsidian: Struktur mit Aufzählungszeichen, MindMap, Canvas, Excalidraw
Die TRAFing-Matrix
Bei der TRAFinig-Matrix geht es darum, wie du mit eingehenden Informationen umgehen willst.
Dazu wird das Schema
TRASH
REFER
ACT
FILE
mit der bekannten Eisenhower-Matrix kombiniert.

- Trash heißt löschen, automatisch filtern oder ignorieren
- Refer heißt idealerweise weiterleiten
- Bei Act reagierst du direkt
- File bedeuted, du legst die Information ab
Du kannst es für deine Mailbox genauso anwenden, wie für den Filter in deinem Wissensnetz. Dazu kannst du dann z.B. die Kriterien für dich anpassen.
Mögliche Umsetzung in Obsidian: (Unterschiedliche) Vorlagen, Tags, Ordner
Mikroartikel
Mit Mikroartikeln dokumentierst du Erfahrungen und aufgebautes Wissen. Hast du etwas Neues gelernt, soll diese Erfahrung festgehalten werden, und zwar am Besten als Geschichte und mit Kontext der Erfahrung. Dafür sollte eine Routine geschaffen und immer die gleiche Struktur genutzt werden.
Die Struktur könnte z.B. so aussehen:
- Thema
- Story: Problem mit Geschichte und weiteren sinnvollen Angaben
- Einsichten
- Folgerungen
- Anschlussfragen
Mögliche Umsetzung in Obsidian: Vorlagen
Was für dein Wissen gilt, gilt auch für dein Lernen
Ein Wissensnetz lebt davon, dass du Dinge verarbeitest und verbindest, statt sie nur abzulegen. Beim Lernen neben dem Job ist es genauso: Immer mehr Stoff durchzuackern bringt wenig, wenn der Rahmen nicht trägt. Das Worksheet „Neustart für deinen Lernalltag“ hilft dir, deinen nächsten Lernsprint zu planen.
Noch am Anfang mit deinem Second Brain? Hier geht’s zum Second Brain Starter Guide.
Quelle:
Reinmann, G., & Eppler, M. J. (2008). Wissenswege: Methoden für das persönliche Wissensmanagement (1. Aufl). Huber.
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